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StVZO und Fahrzeuglicht: Mindestanforderungen für die Hauptuntersuchung
Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) legt fest, wie Fahrzeuglicht aufgebaut und eingestellt sein muss. Bei der Hauptuntersuchung (HU) werden diese Vorgaben mit Messgeräten überprüft. Wer sein Licht umgerüstet hat oder ältere Scheinwerfer fährt, sollte die Anforderungen kennen — um Überraschungen zu vermeiden.
Was die HU beim Licht prüft
Die Prüforganisation misst unter anderem die Lichtstärke des Abblend- und Fernlichts, die Einstellung der Cut-off-Linie, die Symmetrie der Ausleuchtung und die Funktion von Nebel-, Tagfahr- und Blinklicht. Defekte Leuchtmittel, undichte Gehäuse oder fehlende Abdeckungen führen in der Regel zu sofortigen Beanstandungen.
Bei Fahrzeugen mit Leuchtweitenregulierung wird zusätzlich geprüft, ob das System reagiert und keine Fehlermeldung im Kombiinstrument anliegt.
Abblendlicht: Lichtstärke und Grenze
Das Abblendlicht muss eine Mindestlichtstärke erreichen — typischerweise mindestens 150 Lux in der relevanten Messzone, abhängig von Fahrzeugklasse und Messverfahren. Gleichzeitig darf die Cut-off-Linie nicht zu hoch liegen, damit der Gegenverkehr nicht geblendet wird. Eine verschobene Linie nach LED-Umrüstung ohne Anpassung ist einer der häufigsten Gründe für HU-Mängel.
Farblicht und Streulicht
Leuchtmittel mit unzulässiger Farbtemperatur oder starkem Streulicht können ebenfalls beanstandet werden. Xenon- und LED-Umrüstungen benötigen daher oft eine Eintragung oder zumindest einen Nachweis der Konformität.
Fernlicht und Zusatzlichter
Das Fernlicht muss zusätzlich zur Mindestlichtstärke korrekt schaltbar sein und darf im Abblendbetrieb keine störenden Anteile erzeugen. Nebelscheinwerfer und Tagfahrlicht unterliegen eigenen Vorgaben — etwa zur Abschaltung bei eingeschaltetem Abblendlicht oder zur Mindest- und Höchsthelligkeit.
Typische Beanstandungen nach Umrüstungen
In unserer Praxis sehen wir nach nachträglichen LED- oder Xenon-Einbauten häufig folgende Probleme: zu hohe Lichtstärke ohne Abschirmung, fehlende Wischwaschanlage bei Xenon, nicht eingetragene Umbauten, defekte LWR nach Gehäusetrennung oder undichte Scheinwerfer nach unsachgemäßer Montage.
Eine photometrische Vorprüfung in der Werkstatt kann solche Mängel vor der HU erkennen und beheben.
Vorbereitung auf die HU
Prüfen Sie vor dem Termin alle Leuchtmittel auf Funktion. Reinigen Sie die Scheinwerferlinsen und lassen Sie vergilbte Gehäuse aufbereiten. Wenn Sie umgerüstet haben, halten Sie Unterlagen zur Umrüstung bereit. Bei adaptiven Systemen sollte keine Warnleuchte aktiv sein — sonst folgt fast immer ein Mangel.
Fazit
StVZO-konformes Fahrzeuglicht ist keine Nebensache — es schützt Sie und andere Verkehrsteilnehmer. Wer die Anforderungen kennt und sein Licht regelmäßig prüfen lässt, fährt sicherer und besteht die HU ohne unnötigen Stress.


